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erzgebirgische Nussknacker
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Der Nussknacker
Was wäre die erzgebirgische Figurenwelt ohne ihren Nußknacker. Neben Äpfeln, Pfefferküchlein und anderen Süßigkeiten, gehören die vergoldeten Nüsse zum Traditionsschmuck des Weihnachtsbaumes. Wer jedoch deren schmackhaften Kern essen wollte, mußte zuerst die harte Schale knacken. Dafür wurde die Nußzange geschaffen, die neben ihrer praktischen Funktion sehr zeitig auch zum Gegenstand figürlicher Darstellung wurde. Nutcracker What would be the world of figures of the Erzgebirge without their nutckracker. Besides appels, gingerbread and candies, the golden nuts belong to the traditional decorations of the Christmas terr. However, if you want to eat the tasty kerned, first of all you have to crack the hard nutshell. Therefore the nutcracker was built, and besides their partical function he became an object of figurative representation.
Nussknacker - Geschichte
Den ersten Nussknacker, bestehend aus zwei Hebelarmen, gab es bereits in der Antike. Seine Erfindung wird Aristoteles zugeschrieben. Ein bereits recht dekoratives Modell aus Bronze aus der Zeit um 300 v. Chr. wurde in einem Grab bei Tarent gefunden. Die unteren Schichten, die nicht über ein solches Gerät verfügten, benutzten entweder einen Hammer oder ihre Zähne. Auch Leonardo da Vinci soll an einem Gerät zum Nüsseknacken getüftelt haben. Er entwickelte jedenfalls eine Drehbank zum Drechseln hölzerner Figuren. So gab es bereits im 16. Jahrhundert nachweislich figürliche Nussknacker. König Heinrich VIII. von England schenkte seiner zweiten Ehefrau Anne Boleyn einen kunstvoll geschnitzten Knacker. Jacob Grimm beschreibt in diesem Zusammenhang, dass Nußknackerfiguren sich aus Götzenfiguren zur Besänftigung der Hausgeister entwickelt haben.
Die Blütezeit der kunstvollen Holzknacker-Figuren begann im 18. Jahrhundert, als sie zunächst im Grödnertal und in Oberammergau geschnitzt wurden. In Südtirol wurden v.a. lustige Typen aus dem Volk hergestellt, in Bayern orientalische Figuren. Nach 1800 suchten die Menschen im Erzgebirge nach der Einstellung des Bergbaus nach neuen Erwerbsquellen, und so verlegte man sich hauptsächlich aufs Drechseln. Neben anderen dekorativen Gegenständen wurden hier auch Nussknacker gefertigt, wobei die beliebtesten Figuren Bergmänner, Gendarmen, Soldaten und Könige waren. Die Gestalten mit dem riesigen Maul sollten Respekt einflößen. Auch wurden Nussknacker z. T. als Karikaturen hergestellt. So wurde beispielsweise Napoleon nach der Völkerschlacht bei Leipzig als Nussknacker dargestellt, später auch Bismarck.
Die bunt bemalten Figuren fanden natürlich auch bei Kindern Anklang; sie wurden auf den Weihnachtsmärkten verkauft und galten im 19. Jahrhundert auch als Kinderspielzeug. Doch auch der funktionale Nussknacker wurde von Designern entdeckt, z.B. in der Phase des Jugendstils. Die heute hergestellten dekorativen Figuren, die auch Sammelobjekte sind, haben meist gar keine Knackfunktion mehr.
Der Erzgebirgsonlineshop http://www.raeuchermann-stube.de entstand aus den Seiten von http://www.proaktion.de.


